SkeptisCH – Folge 31: Grüne Gentechnologie

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Kaum ein wissenschaftliches Thema weckt derart viele Gefühle wie die grüne Gentechnologie, und entsprechend ist es bei kaum einem wissenschaftlichen Thema so schwer, einigermassen frei von Emotionen die tatsächliche Faktenlage zu diskutieren.

Die seit Jahrzenten existierenden Kampagnen von Gentech-kritischen Organisationen haben uns Bilder vermittelt, welche zu einem festen Teil unseres kollektiven Kulturgedächtnisses geworden sind (den Screenshot weiter unten können wir alle sofort decodieren und verstehen), und die Thematik wird nicht zuletzt auch aufgrund schablonenartiger Medienberichterstattung als Schwarz-Weiss-, als Entweder-Oder-, als Biotech-gegen-Umweltschützer-Geschichte wahrgenommen.

Greenpeace-Video

Screenshot aus dem Video «Gentech Landwirtschaft» von Greenpeace.

Wie so oft entspricht eine derartige Komplexitätsreduktion und klare Rollenzuteilung nicht unbedingt der Realität, und vor allem verzerrt sie den Blick auf tatsächliche dahinterliegende Fakten.

Um den Tatsachen auf die Spur zu kommen, unterhalten wir uns in Folge 31 mit Prof. Klaus Ammann, einem weltweit renommierten Experten für Biotechnologie und ehemaligem Direktor des botanischen Gartens in Bern.

(Download als MP3)

Klaus Ammann engagiert sich in der Kampagne «Allow Golden Rice», welche eine Enttabuisierung der gentechnisch veränderten und mit Provitamin A angereicherten Reissorte fordert.

Goldener Reis

Goldener und regulärer Reis. Bildquelle.

Weitere Informationen:

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Im Podcast verwendete Musik: Lied 1.

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Marko KovicSkeptisCH – Folge 31: Grüne Gentechnologie

7 Comments on “SkeptisCH – Folge 31: Grüne Gentechnologie”

  1. Bernd

    Ich bin gespannt. Hab ja schon bei einigen Themen dazu lernen duerfen ;-)

    Bisher blieb mir verborgen welchen Nutzen GVOs haben sollen um das evtl. Risiko zu rechtfertigen

    1. Dr. Heinz-Josef Hirsch

      Welches Risiko? Das was “grüne” Organisationen unfundiert als Risiko aufblasen oder das was renommierte Naturwissenschaftler dazu bisher in vielen Beobachtungen und Untersuchungen herausgefunden haben: Nämlich, dass gentechnisch gezüchtete Kulturpflanzen ein eher geringeres Risiko darstellen als viele herkömmlich gezüchteten.

  2. Bernd

    Nach der ersten halben Stunde zwar schlauer was rote und grüne Gentechnik ist

    Aber letzlich sehr wissenschaftlich, man macht es weil man es kann.
    Eindruck bleibt drer Eindruck : Vorher hat man die Saaten todgezuchtet und jetzt nicht zurück zur Natur sondern wieder dran rumgespielt.

    Das es um Menschen und Ernährung geht kommt nur ganz nebenbei vor.
    Also ich hätte erst erklärt warum eigentlich GVO

    Aber ich bleibe dran und esist ja interessant ;-)

    1. Marko Kovic

      Hallo Bernd

      Ich denke, dass die Frage nach dem Warum im Podcast ca. in der zweiten Hälfte kommt. Klaus Ammann hat diesbezüglich nämlich eine differenzierte Position, die er, finde ich, gut rüberbringt – würde mich interessieren, was du am Schluss davon hältst.

      Grüsse
      Marko

  3. neumond

    Mit diesem Podcast tut ihr eurem Anspruch als Verein für kritisches Denken keinen allzu großen Gefallen. Beziehe mich hier vor allem auf die Denunziation des Gesprächspartners von krtitischen Forschern als “Ökofaschisten”, Profilneurotikern und den wirklich langsam nervenden Totschlags-”Vergleich” mit der Judenverfolgung etc. pp. Wie soll da so etwas wie Diskussion aufkommen, wo derart pseudokritisch “argumentiert” wird?

    1. Marko Kovic

      1. Ammann denunziert nicht kritische Forscher als “Ökofaschisten”, sondern jene vermeintlichen Umweltschützer, die ihn und z.B. Forscher von Monsanto direkt persönlich angreifen (von diesem Begriff, wie wir im Podcast auch sagen, sind wir nicht so begeistert).

      2. Ammann denunziert nicht kritische Forscher als Profilneurotiker, sondern bezieht sich explizit auf die “Union of concerned scientists”, wo reichlich wenig Forschung betrieben wird.

      Wie wir auch im Podcast sagen: Die Meinungen von Klaus Ammann sind bisweilen sehr pointiert, aber die Position, welche er bezüglich grüner Gentechnologie vertritt, ist durchaus differenziert. Das siehst du nicht so?

      Grüsse

      1. neumond

        Nein, sehe ich nicht (ganz) so. Nichts gegen Pointierung. Aber Massenmord als “Vergleich” selbst bei meinetwegen “vermeintlichen” Umweltschützern heranzuziehen, ist – höflich ausgedrückt – unterirdisch. Damit erschlägt man auch gute Argumente (die Ammann ja hat). Außerdem vermisse ich bei Ammann, wie ebenfalls häufig in solchen Diskussionen, das totale Ausblenden von (macht-)politischen Aspekten der Gentechnik. Monsanto ist nicht deshalb kritisch zu hinterfragen, weil sie Gentechnik betreiben (der ich im Übrigen grundsätzlich positiv gegenüberstehe, auch wenn das jetzt nicht so aussehen mag), sondern weil sie mit einigen ihrer patentierten “Produktketten” soziale Verwerfungen schaffen bzw. verstärken bzw. unterstützen.

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